Sightseeing auf der Reeperbahn
Eine Taxi-Unternehmerin aus Hamburg lebt von der Neugier der Touristen auf das Sex-Geschäft - ihre "Hurentour" durch die Reeperbahn ist jede Woche ausverkauft.
Sie steht auf der "Must-Do-Liste" aller Hamburg-Touristen, egal ob sie nun aus Osteuropa, Amerika oder sonst woher kommen: Die Reeperbahn, das berühmt-berüchtigte Rotlicht-Viertel der Hansestadt. Dass hier die "leichten" Mädchen zu haben sind, dass wissen die Touristen. Auf der Lust-Meile fielen früher die Seemänner in den Schoß der Prostituierten, die damals wie heute am Straßenrand stehen. Von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens ist reger Verkehr, es gibt käuflichen Sex von 30 bis 100 Euro.
Doch die Reeperbahn bietet fiel mehr, und das nutzt eine Taxi-Unternehmerin. Sie will den Schleier des Rotlichts lüften und organisiert nun die so genannte "Hurentour".
Führung durch die Reeperbahn
Im Zenit des Viertels Sankt Pauli, zwischen grölenden Fußballfans, angetrunkenen Touristen und aufreizenden, jungen Mädchen, treffen wir die Taxiunternehmerin, eine Frau Anfang 30, in einem Outfit, das so gar nicht hier reinpasst. Sie hat eine lange, dunkelrote Kutte mit Kapuze an, eine rote Mütze mit großen abstehenden Ohrschützern. Sie steckt in der traditionellen Kleidung einer Hure.
Die Gruppe um sie herum hat Aufkleber mit ihrem Decknamen "Aspasia" aufgeklebt und besteht aus drei Pärchen, zwei blonden, kichernden Berlinerinnen in Jeans und Turnschuhen und über 15 Männern mittleren Alters mit leicht grauen Haaren und Bauchansatz – ein Betriebsausflug der freien Feuerwehrs aus einem kleinen Dorf an der holländischen Grenze. Sie alle kramen 30 Euro aus ihren Geldbörsen und die Hurentour kann los gehen. Zwei Stunden dauert die Tour durch die Amüsiermeile Hamburgs, nur mit vorheriger Anmeldung. Die Berlinerinnen sind die einzigen Frauen, die ohne männlichen Begleitschutz hier sind.
Aspasia hat nie selbst als Hure gearbeitet – was sie erzählt, hat sie sich angelesen. Sie dreht sich um und stiefelt mit wehendem Gewand in die nächste Seitenstraße rein. Es riecht nach Essen, Alkohol und abgestandenem Zigarettenrauch, rechts und links sind Schaufenster mit blinkenden Herzchen und roten Schildern mit Namen wie "Red Baloon Light", "Nachtschicht" und "Night Light".
Der Mythos Herbertstraße
Plötzlich Aspasia zieht die zwei Berlinerinnen am Ärmel und bittet sie etwas schroff, immer schön auf der Straße zu laufen, denn der Gehweg sei der Arbeitsplatz der Huren. Dann stoppt Aspasia abrupt. Eine Straße ist gesperrt mit einem Metallgitter und abgedeckt mit einem Sichtschutz - es ist berühmte Herbertstraße. Nur ein kleiner Eingang ist offen - aber nur für Männer. Denn an den Barrieren sind seit den 1970er Jahren Schilder angebracht, die Minderjährigen und Frauen den Zutritt zu verbieten versuchen. Diese Schilder wurden von der Polizei „zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“ und auf Bitten der Prostituierten angebracht.
Doch wider Erwarten führt Aspasia die Männer nicht in die Herbertstraße, sondern nur in die "Hustler"-Boutique mit diversen Sexspielzeugen. Aspasia erklärt, dass BDSM die Abkürzung für Bondage, Disziplin, Submission und Sado-Masochismus sei. Die Herren spielen entzückt mit den Lederpeitschen, die Berlinerinnen kichern mit ihren Dildos in der Hand.
Kurz darauf führt Aspasia die Gruppe durch den Transvestitenstrich in einer ruhigen Seitenstraße. Die Berlinerinnen findet es faszinierend, dass alle Männer schlagartig verstummen. Sie sind überzeugt davon, dass die Männer die Arschbacken richtig zusammengekniffen hätten vor lauter Panik, obwohl sie sie doch bei dem Thema angeblich toleranter als Frauen seien.
Nach so viel Sex für das Auge greifen dann auch die Berlinerinnen kräftig zu. Aspasia gibt einen aus, Hurenschnaps, versteht sich, zusammen mit dem Trinkspruch: "Nich lang schnacken, Kopf in Nacken, Prost!"
- Hören Sie diesen Beitrag in der Sendung "Markt und Menschen" am 29.12.2009 (mehr...).
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sicher die Reperbahn mag ja schon eine Sehenswürdigkeit geworden sein, aber ich finde es traurig das Menschen um zu Überleben auf den Strich gehen müssen,und das im 21 jhd,. mag sein das die eine oder andere es gerne mit verschiedenen Männern macht, ich denke aber, dass es nur wenige sind die sich die Maenner gerne nehmen, denn wie bekannt sind ja viele Huren lesbisch da man ja automatisch eine Abneigung bekommt, weil ja die Maenner nur Sex suchen,
sicher sagt die eine oder Andere dass sie eine Gespräch haben will ist aber selten
viele werden dann noch zur Drogensucht gezwungen, oder verführt, oder sonst was, oder nehmen Drogen da sie dem Alltag entfliehen wollen.
Persönlich bin ich kein Freund der Damen des Gewerbes da diese Frauen Gefühle haben, und sie diese Arbeit runterschlucken wie einen Frosch.
vielleicht mussen Streetworker verstärkt vorgehen um , sollte sich eine Frau entschliessen herauszugehen, Arbeitsmöglichkeiten geboten werden in der Wirtschaft , in einer anderen Stadt,.




