14. Dezember: Hallo Hopenhagen!
Die Hoffnung auf eine grünere Welt - darum geht es auf dem Gipfel von Kopenhagen.
Das wurde mir schlagartig bewusst, als ich auf dem Flughafen der dänischen Hauptstadt landete. Noch bevor ich mein Gepäck abholen oder etwas Geld wechseln konnte, wurde mir eine Broschüre über "Hopenhagen" in die Hand gedrückt - die Stadt der Hoffnung, ein Symbol für die Menschen auf der ganzen Welt, die von ihren Staats-und Regierungschefs ein positives Ergebnis bei der COP15 verlangen.
Das war mein bisher erster und einziger Kontakt, den ich zur UN-Klimakonferenz hatte. Denn als allererstes musste ich mein Unterkunftsproblem lösen. Wegen der großen Anzahl von Delegierten, nichtstaatlichen Organisationen und Journalisten auf dem Klimagipfel war die Zimmersuche eine ziemliche Herausforderung. Aber ich hatte Glück: In einem alten Dorf namens Hvalsø, zirka 60 Kilometer von Kopenhagen entfernt, ergatterte ich ein Zimmer in einem gemütlichen Gutshaus, gleich neben einem wunderschönen Wald. Die Gegend ist ruhig und sehr nett. Einige der Häuser des Dorfes sind mehr als 100 Jahre alt, mit niedrigen Decken und traditionellen Dächern.
Das Hotel scheint sehr ruhig zu sein. Nach einem langen und lauten Tag auf der Konferenz, bei der die Atmosphäre immer hitziger wurde, ist Ruhe danach absolut vonnöten. Mein Zimmer ist zwar klein, bietet aber alles, was ein eifriger Reporter zum Leben braucht: eine Dusche, TV, Internetanschluss. Der Preis ist anständig und nicht im Entferntesten mit den astronomischen Hotelpreisen in Kopenhagen selbst zu vergleichen. Die würden mein kleines, osteuropäisches Journalistenbudget bei weitem sprengen.
Eine letzte Bemerkung noch über das dänischen Geld, die "Kronen", eine echte Überraschung für mich. Einige der Münzen sind sehr traditionell und haben Löcher in der Mitte, wie die alten Silber- und Goldmünzen aus Zentraleuropa. Warum diese Löcher? Damit die Münzen an Ketten aufgeschnürt werden können. Da könnte ich mir doch glatt schon mein erstes Souvenir aus Kopenhagen basteln...




