Treffpunkt Europa
Wertewandel in Europa
Moderiert von : Andrea Steinert17.10.2009 13:00 UTC
Wie in vielen Ländern beobachten Sozialwissenschaftler auch in Slowenien den Verfall althergebrachter Werte. Verhaltensnormen, die früher über die Familie und die Kirche tradiert wurden, verlieren ihre Gültigkeit. Der Sozialwissenschaftler Anton Petelinsek warnt davor, dass der Konsum an die Stelle der Religion tritt. Unsere Korrespondentin Tatjana Dolanc berichtet über die Situation in Slowenien (mehr...).
Weitere Themen der Sendung am 17.10.2009:
Die Polen gelten als sehr religiöse Menschen. Das liegt nicht nur daran, dass der verstorbene polnische Papst Johannes Paul II international hohes Ansehen genoss. Tatsächlich sind über 90 Prozent der Polen katholisch. Allerdings hat der Wertewandel inzwischen auch Polen erreicht. Ein sehr deutliches Zeichen: Die Zahl der Ehe-Scheidungen ist in den vergangenen Jahren nach oben geschnellt. Jakub Kukla hat der neuen Zeit in Polen nachgespürt (mehr...).
Die römisch-katholische Kirche hat eine klare Haltung zur Sterbehilfe: Sie lehnt sie ab. Wie aber sehen Gesellschaften diese Frage, die sich nicht mehr primär nach der Ethik der Kirche richten? Aktive Sterbehilfe ist weltweit überhaupt nur in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg erlaubt. Doch der Ruf, aktive Sterbehilfe zuzulassen, wird inzwischen auch in anderen Ländern laut. Unser Korrespondent Christian Erdei hat in Ungarn mit einem Befürworter der aktiven Sterbehilfe gesprochen (mehr...).
Zu diesem Thema ist außerdem Professor Axel Bauer, Mitglied des Deutschen Ethikrates im Interview.
Auch zum Thema „Sex vor der Ehe“ hat die katholische Kirche eine klare Meinung. In Deutschland aber richten sich die Jugendlichen kaum noch danach. Umfragen haben ergeben, dass Jugendliche hierzulande im Schnitt mit 17 Jahren erstmals Sex haben. Bernd Siggelkow, Pastor und Gründer des Jugendhilfswerks „Die Arche“ in Berlin, warnt, dass die Jugend „sexuell verwahrlost“. Annegret Faber hat sich auf die Suche nach einer Antwort auf diese Warnung gemacht.


