Verschwendung von Lebensmitteln
Weg damit!
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Der Joghurt ist abgelaufen, die Salami schmeckt nicht mehr, die Banane ist dunkler geworden und die Pflaumen sind vergammelt. Weg damit! Schnell wandert in den Abfall, was nicht mehr ganz so appetitlich aussieht.
Allein Deutschland landen jährlich schätzungsweise zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel in der Tonne – obwohl sie oft noch essbar sind und woanders gebraucht würden. Denn weltweit hungern rund 920 Millionen Menschen, etwa ein Drittel davon sind Kinder, wie die Welternährungsorganisation der UN angibt.
100 Euro in den Müll
Jeder Bürger wirft jährlich einige Kilogramm Lebensmittel weg. In Wien sind es pro Person und Jahr etwa 40 Kilogramm original verpackte oder angebrochene Lebensmittel, so die Wissenschaftler des Instituts für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU Wien). Und das kostet: Etwa 100 Euro werden in einem europäischen Privathaushalt jedes Jahr weggeworfen. Sogar original verpackte Lebensmittel wandern vom Supermarkt buchstäblich in die Abfalltonne.
Spitzenreiter der Verschwender sind die Briten. Nach einer Studie des britischen Waste & Resources Action Programme (WRAP) werfen sie knapp 20 Prozent der gekauften Lebensmittel weg, obwohl sie noch essbar sind. In Österreich sind es bis zu zwölf Prozent.
Vor allem Milch- und Eierprodukte landen auf dem Müll (15%), gefolgt von Gemüse und Brot (13%) sowie Fleisch (12%) und Fertiggerichte (9%).
Auch die Industrie wirft weg
In den Supermärkten und Bäckereien sieht es nicht anders aus: Bis zum Ladenschluss wird Brot gebacken - das danach entsorgt werden muss. In Wien wird zum Beispiel jeden Tag so viel Brot weggeworfen, wie in Graz konsumiert wird.
Täglich wirft jeder Supermarkt im Schnitt 45 Kilogramm Nahrung weg, weil sie nicht mehr verkauft werden können. Die Lebensmittel haben Druckstellen, das Mindesthaltbarkeitsdatum naht, die Produktpalette wurde aufgegeben oder die Verpackung ist beschädigt. Weggeworfen wird auch hier vor allem Obst und Gemüse, gefolgt von Eier-, Käse- und Fleischprodukten. Nach Ansicht von Experten seien zumindest ein Viertel dieser weggeworfenen Lebensmittel noch essbar.
Während die Müllberge weiter anwachsen, können sich die Armen dagegen kaum die Grundnahrungsmittel leisten. In Großbritannien beispielsweise mussten Geringverdiener im vorletzten Jahr etwa 15 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Lebensmittel aufbringen. Reiche Familien dagegen nur sieben Prozent, so der Guardian.
Aufhören Lebensmittel wegzuwerfen!
Was können wir tun, um den sorglosen Umgang mit Lebensmitteln zu stoppen? Kann die EU helfen? Wir wollen mit Ihnen überlegen was sich ändern lässt.


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